Philipp unter Strom

Der unabhängige Energiewende-Blog(ger) der Schweiz

Meine Vision

Früher musste man sich „Grün-Sein“ leisten können. Heute ist es anders. Erneuerbare Energien sind zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil geworden. Ein Beispiel gefällig?

Am 28. Februar 2028 ist der Iran-Krieg ausgebrochen. Zwei Wochen später sehen die Börsenstrompreise wie folgt aus:

Der Anteil der erneuerbaren Energien ist wie folgt:

Wie man an den beiden Grafiken sieht, gibt es einen Zusammenhang zwischen den hohen Strompreisen und dem Anteil erneuerbarer Energie. Länder mit einem hohen Anteil an Solar- und Windstrom sind weniger stark vom Anstieg der Ölpreise betroffen als andere Länder.

Einzig Frankreich tanzt etwas aus der Reihe, weil Frankreich einen grossen Anteil Atomstrom hat der nicht zu den erneuerbaren Energien zählt. Die Schweiz ist nach wie vor stark abhängig von (fossilen) Energieimporten.

Weniger Abhängigkeit von Energieimporten aus zweifelhaften Staaten

Ein Vorteil der Energiewende. Wir sind weniger abhängig von Energieimporten* aus zweifelhaften Staaten. Unabhängigkeit, das ist doch etwas, worauf wir stolz sind, wir Schweizer, nicht wahr?

Also lasst es uns angehen, dann können wir unseren Kindern mal eine Welt überlassen, die nicht schlechter ist als heute, sondern vielleicht sogar nochmals ein bisschen besser.

*Ja, ich weiss, viele Komponenten, die in den erwähnten neuen Technologien verbaut sind, stammen aus China. Und trotzdem gibt es einen grossen Unterschied zur aktuellen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl oder Erdgas. Wenn China keine PV-Module mehr liefert, dann liefern die installierten Solaranlagen trotzdem noch Strom und zwar für sehr lange. Die Energieversorgung fällt also nicht von heute auf morgen in sich zusammen. Deshalb wäre ein Export-Embargo für China nicht interessant. Dann würde man halt die Produktion in Europa und den USA hochfahren. Denn dafür bliebe genug Zeit.